Wunde.jpg

Wundversorgung

Die These, dass eine Wunde an der Luft am besten ausheilt, ist längst überholt. Tatsächlich wird die Wundheilung durch spezielle Wundauflagen oder Kompressen beschleunigt, die ein Eindringen von Bakterien, die Entzündungen verursachen, verhindern.

Wunden sind eine Brutstätte für Bakterien. Haben bakterielle Erreger die Wunde erst einmal befallen, ist der Entzündungsprozess nicht mehr aufzuhalten. Bei größeren Wunden können schwere Entzündungsprozesse im Körper sogar lebensbedrohlich sein. Das Immunsystem älterer Menschen kann sich gegen die bakteriellen Eindringlinge nur schwer wehren. Aus diesem Grund ist die Wundversorgung in der modernen Medizin von enormer Wichtigkeit, um Patienten vor folgenschweren Entzündungen zu schützen.

Wundversorgung in der modernen Medizin

In der modernen Medizin heilen Wunden keinesfalls an der Luft, sondern unter sterilen Wundauflagen, die das Eindringen entzündungsfördernder Bakterien verhindern. Neueste Studien belegen sogar, dass Wunden in einem feuchten Milieu am besten ausheilen. Spezielle Kompressen und Verbände, die aus hochwertigen Materialien bestehen, halten die Wunde zwar feucht, jedoch keinesfalls nass. Einige moderne Auflagen sind sogar wasserfest, sodass Patienten problemlos duschen können.

In der heutigen Medizin werden nicht nur Schnitt- und Stichwunden versorgt. Eine spezielle und individuelle Wundversorgung ist vor allem im Pflegebereich, insbesondere in der häuslichen Krankenpflege, notwendig, wenn

  • Druckgeschwüre (Dekubitus)
  • diabetische Fußsyndrome
  • offene Beine (Ulcus cruris)

medizinisch versorgt werden müssen. Beim Verbandwechsel muss unbedingt auf Sauberkeit (sterile Handschuhe, steriles Verbandmaterial, Desinfektionsmittel) geachtet werden, um Entzündungen vorzubeugen.

Wunden medizinisch versorgen

Je nach Art und Größe der Wunde bietet das Sanitäts- und Gesundheitshaus Carqueville unterschiedliche Verbandmaterialien an.

Bei kleineren Wunden, Prellungen oder Verrenkungen kommen Kompressen zum Einsatz, die entweder aus Mull oder einem speziellen Vliesstoff bestehen. Diese Mull- oder Vliesstoffkompressen werden gewöhnlich mit Pflaster fixiert oder mit einer Binde umwickelt. Eine Kompresse wird nicht nur zum Abdecken von Wunden, sondern auch als Salbenverband verwendet.

Anders als Wundkompressen haben Wundauflagen eine wesentlich höhere Aufnahme- und Bindungskapazität, um Blut oder Wundsekret aufzunehmen. Sie sollten nicht nur steril und äußerst saugfähig, sondern auch leicht zu entfernen sein. Gerade bei größeren Wunden spielt der Heilungsprozess eine große Rolle. Deshalb verfügt das Sanitätshaus Carqueville über spezielle interaktive Verbände, die die Wunde warm und feucht halten. Somit wird ein ideales Milieu geschaffen, das für den Heilungsprozess förderlich ist.

Hierzu gehören:

  • Polyschaumverbände
  • Hydrokolloide
  • transparente Folien
  • Hydrogele & Hydrofasern

Ferner haben sogenannte Unterdruckverbände sich im Klinikalltag etabliert, um schwer heilende Wunden zu versorgen.

Wunddokumentation – den Heilungsprozess beobachten

Um Patienten ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten, wird jeder Schritt der Versorgung dokumentiert. Eine Wunddokumentation ist vor allem im Pflegebereich erforderlich, um die Versorgung chronischer Wunden (Dekubitus) Schritt für Schritt schriftlich festzuhalten. Sie enthält nicht nur eine

  • Wunddiagnose
  • Wundlokalisation
  • Wundgrößenbestimmung,

sondern auch eine detaillierte Auflistung bisheriger Versorgungsmaßnahmen. Da der Patient stets im Mittelpunkt steht, ist eine ordnungsgemäße Wunddokumentation unerlässlich. Somit sind sowohl die Betroffenen und Angehörigen als auch die Pflegeeinrichtung bestmöglich abgesichert.